Vegan Life

Wie man als einziger Veganer seine sozialen Kontakte nicht einschränken muss

Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du nicht das Glück hast, dass der Großteil deiner Familie oder deiner Freunde auch vegan leben. Im schlimmsten Fall bist du der Einzige und dennoch willst du dich nicht ausgrenzen, wenn die nächste Familienfeier oder ein Treff im Restaurant ansteht. Ich zeige dir mit jeweils 4 Tipps, wie du beides meistern kannst.

Auswertsessen

Solange du in deinen eigenen vier Wänden das Essen zubereiten kannst, ist die „vegane Welt“ in Ordnung. Wohnst du nicht gerade in einer Großstadt wie Berlin, in der fast an Jeder Ecke eine veganes Restaurant bzw. zumindest ein Restaurant mit veganen Optionen exisitert, kann es kompliziert werden, wenn du in ein Restaurant eingeladen wirst.

Aber mit diesen vier Tipps kannst du deinen Prinzipien treu bleiben.

1. Schlage selbst das Restaurant vor

Sei einfach der Initiator und schlage selbst ein Restaurant vor, von dem du weißt, dass es vegane Optionen gibt, mit denen du dich anfreunden kannst. Das ist zugleich auch die einfachste Variante – vorausgesetzt es gibt auch passende Restaurants in der Nähe.

Steht bereits ein Vorschlag zur Debatte und du weißt definitiv, dass es dort für dich nichts geben wird oder die Situation ist zunächst unklar, versuche trotzdem einen Vorschlag mit einzubringen: „Hier hat ein neuer XYZ aufgemacht, lasst uns den mal testen“ oder „Wir waren schon lange nicht mehr beim Vietnamesen“… Natürlich kannst du auch klipp und klar sagen, dass du Restaurant XYZ besser fändest, da du genau weißt, dass du als Veganer wenigestens ein passendes Gericht bekommen wirst.

Wenn die Wahl allerdings auf ein dir unbekanntes Restaurant fällt, dann können dir die folgenden Tipps helfen.

2. Informiere dich vorab über die Speisekarte

Informiere dich online, oder vor Ort über die angeboten Speisen. So weißt du schon vorher, ob es vegange Gerichte gibt. Du kannst auch schon mal schauen, ob es nicht Gerichte gibt, die man auch einfach „veganisieren“ kann (z.B. den überbackenen Käse weglassen).
Eventuell kannst du dir auch aus den vorhandenen Gerichten dein eigenes veganes erstellen lassen.

3. Fragen kostet nichts

So simpel, so effizient. Wenn du nichts veganes auf der Karte findest, kannst du trotzdem nachfragen, ob nicht ein veganes Gericht möglich wäre. Manchmal haben Restaurants eine separate Menükarte, die aber nur auf Nachfrage herausgegeben wird.
Wenn nicht, kannst du freundlich nachfragen, ob bei einem Gericht mit überbackenem Käse der Käse weggelassen werden kann – sowas sollte problemlos möglich sein.
Kartoffeln, Reis, Gemüse und Salat gibt es in den meisten Restaurants ohnehin – einfach nachfragen, ob dir etwas ensprechendes Zusammengestellt werden kann. Gibt es z.B. ein Gericht mit Ofenkartoffeln mit Sauerrahm und ein anderes mit Avocadocreme, kann man bestimmt auch die Ofenkartoffeln mit der Avocadocreme serviert bekommen.

Wenn dich das aber überfordert, du den Kellner und deine Freunde mit dem ständigen „ist das auch vegan“ nicht nerven willst, dann bleibt noch Tipp 4.

4. Esse dich zu Hause satt

Bereite dich auf den Restaurantbesuch vor, in dem du dich zu Hause ordentlich satt isst. Das heißt dann nicht, dass du dann im Restaurant nur ein Glas Wasser trinkst (was du natürlich auch könntest).
Aber einen Salat gibt es in so gut wie jedem Restaurant. Fisch, Hähnchenstreifen, Fetakäse und Co. einfach abbestellen und bei unklarer Dressinglage einfach auf Essig und Öl bestehen. Auch hier kannst du sicher eine Portion Kartoffeln oder Reis oder ähnliches dazubestellen.

Familienfeiern / private Treffen

1. Lade deine Freude / Familie zu dir ein

Mach‘ den ersten Schritt und lade deine Freunde oder Familie zu dir zum Essen ein. Der Vorteil hierbei: du hast alles in der Hand und kannst selbst bestimmen, was es zum Essen geben soll.
Du solltest aber nicht die Experimentierkeule schwingen: Bleib bei den Gerichten, die du wirklich richtig gut drauf hast. Damit verzauberst du nicht nur deine Gäste mit einem leckeren Essen, wer weiß, vielleicht bewegst du den Ein oder Anderen dazu, sich mehr mit der veganen Ernährung zu beschäftigen.
Erwartest du all zu große Skeptiker, kannst du eventuell das ein oder andere „Fleischersatzprodukt“ integrieren.

Wenn du allerdings nicht der Gastgeber sein kannst, helfen dir vielleicht die nachfolgenden Tipps.

2. Rede mit deinen Freunden / Familie

Du bist also eingeladen und es weiß noch keiner, dass du dich vegan ernährst? Dann solltest du das Ändern. Sprich deinen Gastgeber mal im Vorfeld darauf an. Sehr wahrscheinlich wird er oder sie sich noch keine Gedanken darüber gemacht haben, „was ein Veganer so isst.“ Mach am Besten ein paar Vorschläge für einfache Gerichte. Am besten etwas, was man leicht „veganisieren“ kann aber auch die Mischköstler nicht zu kurz kommen. Einein veganen Nudelsalat oder Kartoffelsalat kann man ohne den geringsten Geschmacksunterschied auch vegan zubereiten. Dazu kann es dann Gemüsebratlinge, Falafel oder eben auch Fleisch geben. So findet jeder Gast etwas passendes. Gemeinsam findet ihr sicher eine Lösung.

3. Bringe selbst etwas zum Essen mit

Bist du eingeladen und willst kein großes Brimborium um deine Ernährung machen, dann bring doch einfach etwas mit. Pack auf jeden Fall genug ein, damit die anderen auch etwas davon abbekommen können. Du kennst deinen Gastgeber am Besten: Sprich eventuell vorher über dein Vorhaben. Nicht jeder ist davon begeistert, wenn das aufwendig vorbereitete Essen dann nur teilweise gegessen wird, weil du auch eine große Portion mitbringst. Es kann auch sinnvoll sein, dass du dich vorher erkundigst, was auf dem Speiseplan steht. So kannst du das Menü passend ergänzen.

4. Biete deine Hife zur Vorbereitung an

Du kannst auch selbst tätig werden und bei den Mahlzeiten einfach mithelfen. Setzt euch zusammen, beratet was man kochen kann und helf einfach mit. Du kannst deine Erfahrung mit veganen Gerichten einbringen und diese vorbereiten, während der Gastgeber sich um den Rest kümmert. Kochen in Gemeinschaft macht sowieso viel mehr Spaß.
Lässt es sich nicht einrichten, kannst deine Hilfe auch darin bestehen, etwas mitzubringen, wie in Tipp 3 beschrieben.

Du siehst also, es ist nicht unmöglich. Probier doch den ein oder anderen Tipp beim nächsten Mal aus. Ob es geklappt hat oder nicht, lass es mich und andere Leser in den Kommentaren wissen.
Hast du weitere nützliche Tipps, wie man diese beiden „sozialen Ereignisse“ meistern kann, dann teile es gerne mit uns in dern Kommentaren.

Vollzeit-Informatiker und Freizeitveganer

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